WS 3: Lange Arbeitszeiten – neue Herausforderung für die Prävention!

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Lange Arbeitszeiten – neue Herausforderung für die Prävention! Welche Maßnahmen müssen, sollen oder können erforderlich werden?


In Kooperation mit dem Österreichischen Verband zur Förderung der Arbeitssicherheit

Donnerstag, 23. Mai 2019 | 11.00–12.30 Uhr


E. Pospischil, ehem. Ärztlicher Leiter des AMZ Arbeits- und sozialmedizinisches Zentrum Mödling GmbH, Mödling

Ab 1.9.2018 besteht die Möglichkeit, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer 12 Stunden pro Tag, 60 Stunden pro Woche beschäftigt werden (§ 9 Abs 1 AZG Neu) dürfen. Überstunden über 10/50 Stunden können aber von den Arbeitnehmerinnen  und Arbeitnehmern ohne Angabe von Gründen abgelehnt werden und sie dürfen aus diesem Grund nicht benachteiligt werden
(§ 7 Abs 6 AZG Neu). Soweit die gesetzliche Grundlage.

Aus der wissenschaftlichen Literatur gibt es bedeutende Hinweise, dass die Unfallhäufigkeit mit der täglichen Arbeitsstundenanzahl steigt. Längerfristig zeigten sich Risiken im Herzkreislaufsystem, wie Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine Häufung von psychosomatischen und psychiatrischen  Erkrankungen.

Wenig bedacht wird aber, dass unser Grenzwertesystem auf 8h Arbeitstage definiert wird. Sowohl chemische also auch  physikalische Gefährdungen haben Grenzwerte bezogen auf 8h Exposition. Mag es für den gehörgefährdenden Lärm oder für Vibrationen möglich sein, Dosisbewertungen für unterschiedli-che Zeitintervalle zu berechnen, gibt es für chemische Expositionen wenig systematische Grundlagen.

Im Einzelfall können Extrapolationsbetrachtungen durchgeführt werden, ein systematischer Bezug ist schwierig zu formulieren.

Kaum in der Diskussion, war das Thema der persönlichen  Schutzausrüstung (PSA) präsent. Bei längeren Arbeitszeiten  werden Arbeitsschuhe, Schutzbekleidung, Atemschutzmasken, Schutzbrillen und Gehörschutz länger getragen. Neben dem  Tragekomfort ist hier auch die Frage der Sicherheit der Schutz- wirkung zu stellen. Besonders stehen hier Schutzhandschuhe  und deren Materialien im Zentrum der Beurteilung der Einsatz- dauer. Hier können Hersteller durch wichtige Informationen die Praktikerinnen und Praktiker bei der Umsetzung der neuen Präventionsaufgaben unterstützen.

Dieser Workshop soll daher die neuen Präventionsfragestellungen durch verlängerte Arbeitszeiten beantworten.

 

Achtung: Anmeldung erforderlich!

 

 

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Letzte Änderung 18. Februar 2019 12:48 von