Internationales Seminar der IVSS

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Dienstag, 18. Mai 2021
10.30-12.00 Uhr


Organisiert in Zusammenarbeit mit den IVSS-Sektionen:

° Eisen- und Metallindustrie
° Elektrizität, Gas, Wasser
° Maschinen- und Systemsicherheit


Das Thema:

ArbeitnehmerInnenschutz und COVID-19


Vorsitz
H.-J. Bischoff, IVSS-Sektion Maschinen- und Systemsicherheit
Ch. Schenk, AUVA, Wien

Unter der Mitarbeit von
A. Causevic, B.Huber,  AUVA, Wien
S. Scholl-Scheiba, IVSS-Sektion Maschinen- und Systemsicherheit

Simultandolmetschung Deutsch – Englisch


Ausgangslage

Seit über einem Jahr hält COVID-19 die Welt in Atem. Auch im Bereich des ArbeitnehmerInnenschutzes hat dies zum Teil drastische Veränderungen und neue Herausforderungen mit sich gebracht. Doch wie begegnen die einzelnen Länder den neuen Risiken?

Was sind die Strategien der Länder im ArbeitnehmerInnenschutz, was können wir voneinander lernen? Warum ist eine einheitliche Linie – zumindest auf europäischer Ebene – so schwierig?


Fragestellung

  • Nach welchen Kriterien wird das Risiko in den einzelnen Ländern eingeschätzt? Sind alle relevanten Parameter für eine seriöse Risikoeinschätzung bekannt?
  • In welcher Art wird das Risiko durch COVID-19 gegen das Risiko der Arbeitslosigkeit, der Rezession und andere gravierende Folgen abgewogen und auf welcher Beurteilungsgrundlage werden konkrete Maßnahmen getroffen? Zugespitzt ausgedrückt: Was zählt im Zweifelsfalle mehr: Wirtschaft oder Gesundheit?
  • Welche Rolle spielen Expertinnen und Experten (unter anderem im Bereich Virologie, Epidemiologie, Medizin, Wirtschaft, Soziologie und Psychologie) beim Finden und Umsetzen von Maßnahmen? Wurden alle relevanten Expertinnen- und Expertengruppen zeitgerecht beigezogen?
  • Welche Rolle sollten Expertinnen und Experten bei der Umsetzung von Maßnahmen haben und wie kann hier eine verstärkte Zusammenarbeit mit der Politik erreicht werden?
  • Wie kann das Spannungsfeld Fremdbestimmung durch die Politik und Selbstbestimmung des Einzelnen „entspannt“ werden?
  • Wie können wir sicherstellen, dass Verhältnisprävention neben Verhaltensprävention dauerhaft Bestand hat?
  • Was können wir aus dieser Krise für den ArbeitnehmerInnenschutz lernen?
  • Welche konkreten Präventionsmaßnahmen gibt es, die ein sicheres Arbeiten ermöglichen?
  • Sollte Homeoffice auch nach COVID-19 im großen Stil ermöglicht werden?
    Welche Chancen und Risiken bringt das für alle Beteiligten – die Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer und die Betriebe?

Die Fachexperten

Wissenschaft oder Bauchgefühl? Wie wir kluge Entscheidungen treffen
F. Aigner, TU Wien

COVID-19 Maßnahmen und Systemrisiko – epidemiologische Grundlagen und Entscheidungsprozesse im föderalistischen System
R. Strauß, BM für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Wien

COVID-19 in Kanada: Die Erfahrung einer Gesundheitsorganisation beim Umgang mit der Pandemie und Prävention
S. Jones, Workplace Safety &Prevention Services (WSPS), Ontario, Kanada

Risikobewertung und -management von Covid-19 an den italienischen Arbeitsplätzen
F. Boccuni, National Institute for Insurance against Accidents at Work, Rom, Italien

Die Nadel im Heuhaufen – praxisorientierte Ansatzpunkte in der Corona-Pandemie in Gastgewerbe, Hotellerie und Nahrungsmittelindustrie
A. Weimar, P. Rietschel, Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe, Mannheim, Deutschland


 

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Letzte Änderung 18. März 2021 08:05 von michelitsch